Was bedeutet die Entfernung des sog. Wächter-Lymphknotens (Sentinel-Lymphknoten) aus der Achselhöhle?

Der sog. Wächter-Lymphknoten in der Achselhöhle ist die erste Auffangstation von Tumorzellen des Tumorknotens, die über die Lymphbahnen abtransportiert werden.
Damit der Wächter-Lymphknoten während der Operation sicher gefunden wird, wird er vor der Entfernung des eigentlichen Tumorknotens in der Brust auf zwei verschiedene Arten markiert:

  • am Vortag der Operation durch Injektion eines radioaktiv markiertes Mittels (Technetium) in die betroffene Brust (Frau Dr. G. Meyer, Nuklearmedizin)
  • durch Injektion einer blau gefärbten Lösung in die Brust unmittelbar vor dem Hautschnitt zur Tumorentfernung. Die Blaulösung wird dann unter vorsichtiger Massage der Brust in der Regel in den Wächter-Lymphknoten abtransportiert, dieser färbt sich dann blau an und kann somit leichter identifiziert werden.

Der so markierte Wächter-Lymphknoten kann aufgrund der Speicherung der Blaulösung und des Technetiums bei über 90% aller Patientinnen während der Operation gut identifiziert, entfernt und zur Schnellschnittuntersuchung gegeben werden. Nach ca. 30 Minuten wird dem Operateur per Telefon mitgeteilt, ob der Sentinel-Lymphknoten tumorfrei und die Operation in der Achselhöhle damit beendet ist.

Bei Tumorbefall müssen zusätzlich noch weitere Lymphknoten (wenigstens 10) entfernt werden.

Terminvergabe und allgemeine Informationen

Gabriele Beringer
Tel.: (0 81 51) 18-23 10
Fax: (0 81 51) 18-23 27

Chefarzt
Prof. Dr. med.
Christoph Anthuber

Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums,
Leiter der Geburtshilfe im Perinatalzentrum,
Leiter des interdisziplinären Beckenbodenzentrums

Terminvergabe Mammographiescreening

Radiologie Starnberger See
Tel. (0 81 51) 65 18 40
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