Invasive Kardiologie - Herzkatheterlabor

Das Team der Invasiven Kardiologie (Chefarzt Prof. Dr. Florian Krötz 3.v.l.) bietet in einem der modernsten Herzkatheterlabore Bayerns alle gängigen Techniken der interventionellen Kardiologie an. Es besteht aus langjährig erfahrenen Kardiologen und bietet sowohl geplante (elektive) als auch notfallmäßige Untersuchungen, welche in enger Kooperation mit den Rettungsdiensten in die Wege geleitet werden, an.

Es besteht eine 24-Stunden-Bereitschaft zur Versorgung von akuten Herzinfarkten.

Besondere Schwerpunkte liegen dabei in

  • der Versorgung akuter Herzinfarkte
  • der Verwendung schonender, moderner Verfahren der Herzkatheterdiagnostik und Therapiesteuerung, womit insbesondere bei komplizierten Formen der koronaren Herzerkrankung deutlich verbesserte Behandlungsergebnisse im Vergleich zur herkömmlichen Vorgehensweise erzielt werden können, sowie
  • der Behandlung von Herzrhythmusstörungen durch Katheterablation und
  • der Implantation von Schrittmachern oder Defibrillatoren

In der angegliederten Chest Pain Unit, welche in die interdisziplinäre Notaufnahmeeinheit integriert ist und unter Leitung der Invasiven Kardiologie steht, werden Patienten mit akutem oder neu aufgetretenem un­klaren Brustschmerz rasch und zielge­richtet untersucht und überwacht, bis die richtige Diagnose gestellt wurde und eine entsprechende Therapie eingeleitet wurde.

Die Invasive Kardiologie in Starnberg verfolgt eine Strategie der maßvollen interventionellen Kardiologie, welche eine nachvollziehbare Indikationsstellung und das individuelle Patientenwohl in den Mittelpunkt stellt.

Leistungsspektrum

Koronare Herzerkrankung

  • Koronarangiografien mit Gefäßzugang über Arm- (Zugang über A. radialis) oder Beinarterien (femoraler Zugang)
  • 24-Stunden-Rufbereitschaft zur Versorgung akuter Koronarsyndrome
  • Koronare Druckdraht- und Flussmessungen, Bestimmung der koronaren Flussreserve
  • Intravaskulärer Ultraschall (IVUS), intrakoronare virtuelle Histologie (VH)
  • Implantationen aller modernen Stents
  • Medikamente freisetzende Ballons
  • Implantation von bioresorbierbaren Gefäßgerüsten (BVS, "Bioresorbierbare Stents)
  • Komplexe Koronarinterventionen wie Hauptstamm-PCI, Wiedereröffnung chronischer Koronarverschlüsse, Cutting Balloon, Bypassinterventionen, Filterdevices, Rotablationen etc.
  • Intraorale Ballongegenpulsation

 Herzklappenfehler und strukturelle Herzerkrankungen

  • Rechtsherzkatheter inkl.  Shuntquantifizierung, Reversibilitätstestung bei pulmonaler Hypertonie, auch mit ergometrischer Belastung
  • Beurteilung von Vitien und angeborenen Herzfehlern
  • Mitral- und Aortenklappenvalvuloplastien
  • Mitralklappenclipping ("Mitraclip" unter 3D-Echokardiografie)
  • Implantation von Verschlusssystemen bei Shuntvitien (PFO-/ASD-Verschlüsse)
  • Implantation von Vorhofohrverschlusssystemen ("Watchman", "Amulet"-Systeme)
  • Transkoronare Ablation der Septum-Hypertrophie ("TASH" bei HOCM)
  • Myokardbiopsien

Invasive Rhythmologie

  • Diagnostische elektrophysiologische Untersuchungen
  • Externe und interne Kardioversionen
  • Hochfrequenz- oder Kryoablationen
  • Verwendung von 3D-Mappingsystemen
  • Rechtsatriale Ablationen (Isthmusablationen, AV-Knotenmodulationen, Ablationen akzessorischer Bündel usw.)
  • Linksatriale Ablationen
  • Pulmonalvenenisolationen
  • Ablation ventrikulärer Arrhythmien
  • Vorstationäre Rhythmussprechstunde
    • Rhythmussprechstunde Dr. Bürkle: 08151 18-2535
    • Rhythmologie-Fax (EKG-Fax): 032 121 06 37 79

Implantologie

  • Implantation von Loop-Recordern zur Synkopen- und Arrhythmiediagnostik
  • Implantation von antibradykarden Ein- und Zweikammer-Herzschrittmachersystemen
  • Implantation von Automatischen Implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (AICD)
  • Implantation von kardialen Resynchronisationsgeräten (CRT)

Informationen für Ärzte

Notwendige Voruntersuchungen

  • 12-Kanal EKG
  • Labor: Blutbild, Natrium, Kalium, Kreatinin, INR, PTT, TSH 

Wenn Sie weitere allgemeine Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte telefonisch an uns 08151 18-2535 oder senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail ( ).

Anmeldung/Informationen Herzkatheter

T 08151 18-2234 / F 08151 18-1441
Rhythmologie-Fax: 0 32/121 06 37 79



Informationen für Patienten

Was ist eine Herzkatheteruntersuchung?

Eine Herzkatheteruntersuchung dient zunächst der Feststellung bestimmter Erkrankungen des Herzens und kann in vielen Fällen auch deren Behandlung darstellen. Auf schonende, minimalinvasive Art und Weise wird über eine Ader des Beins oder des Arms ein kleiner Plastikschlauch (der sogenannte Katheter) zum Herzen geführt, über den dann vor Ort Kontrastmitteldarstellungen, Druckmessungen usw. durchgeführt werden. Wird das linke Herz oder die Herzkranzgefäße (Koronararterien) untersucht, so wird der Schlauch über eine Schlagader (Arterie) zum Herzen geführt (Linksherzkatheter). Wird das rechte Herz untersucht, so wird der Katheter über eine  Niederdruck-Ader (Vene) zum Herzen geführt (Rechtsherzkatheter).

mehr lesen

Was sind die Risiken?

Da es sich um einen Eingriff an einem lebenswichtigen Organ handelt, ist diese mit gewissen Risiken verbunden. Die Aufklärung über die Risiken ist Inhalt der Einverständniserklärung, die jeder Patient vor der Untersuchung unterschreiben muss. Die genauen Risiken werden in den unterschiedlichen Einverständniserklärungsformularen detailliert dargestellt, auf welche an dieser Stelle verwiesen wird.

Wie muss man sich darauf vorbereiten?

Falls noch nicht von Ihrem Hausarzt durchgeführt, werden weitere vorbereitende Untersuchungen (EKG, Laboruntersuchungen, Röntgen-Aufnahmen etc.) vor der Herzkatheteruntersuchung von uns durchgeführt. Am Tag der Herzkatheteruntersuchung sollten Patienten, die regelmäßig kurzwirksames Insulin spritzen, dies an die reduzierte Nahrungsmenge anpassen oder sich an den Arzt wenden, ggf. kann auch ein kleines Frühstück eingenommen werden. Langwirksames Insulin kann wie gewohnt verabreicht werden. In den letzten 4 Stunden vor der Untersuchung sollten Sie nichts mehr essen, auf eine ausreichende Trinkmenge sollte aber geachtet werden. Weitere Informationen erhalten Sie vom Pflegepersonal und von Ihrem behandelnden Arzt.

mehr lesen

Warum muss die Untersuchung durchgeführt werden?

Linksherzkatheteruntersuchungen dienen meist der Diagnose oder Behandlung der koronaren Herzerkrankung, also der krankhaften Verengung von denjenigen Blutgefäßen, über die das Herz selbst mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt wird (Herzkranzgefäße/Koronararterien). Typischerweise haben sich zuvor aufgrund der Beschwerden des Patienten (Enge, Brennen oder Druckgefühl in der Brust, Luftnot, Herzrhythmusstörungen) oder aus anderen Untersuchungen Hinweise darauf ergeben, dass eine Minderdurchblutung des Herzens vorliegt oder bereits ein Herzinfarkt, also ein kompletter Verschluss eines Herzkranzgefäßes, stattgefunden hat.

mehr lesen

Prof. Dr. med. Florian Krötz

Chefarzt Medizinische Klinik

Chefarztsekretariat
Claudia Pauker
T 08151 18-2535, F 08151 18-2584