Prävention: Dem Brustkrebs vorbeugen

Wie kann man dem Brustkrebs vorbeugen? Verschiedene Studien haben gezeigt, dass zum Beispiel eine gesunde Lebensweise das Risiko an Brustkrebs zu erkranken deutlich vermindert. Hierzu zählen

  • Gesunde Ernährung
  • Regelmäßiger Sport
  • Vermeidung von Übergewicht, Nikotin, Alkohol

Dennoch kann auch das Befolgen all dieser Punkte nicht immer vor der Entstehung von Brustkrebs schützen.

Je früher ein Brustkrebs diagnostiziert wird, umso größer sind die Heilungschancen. Um Veränderungen der Brust in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen, spielen zwei Untersuchungen eine große Rolle:

1. Die Selbstuntersuchung

Jede Frau ab 30 Jahren sollte ihre Brüste – am besten einmal pro Monat – abtasten. Da sich ein Knoten sehr schnell entwickeln kann und gelegentlich auch kleinere Knoten tastbar sind, sind regelmäßige Selbstuntersuchungen äußerst effektiv, zumal eine Frau ihre Brüste am besten kennt und Veränderungen sehr schnell bemerkt. Bei jeder Veränderung – die nicht zwangsläufig gleich bösartig sein muss – sollte sofort der Arzt aufgesucht und die Ursache geklärt werden.
An der Gesundheitsakademie des Klinikums Starnberg wird seit 2003 ein Kurs angeboten, in dem interessierte Frauen die Technik der Selbstuntersuchung nach der MammaCare Methode erlernen können.
Die MammaCare Methode basiert auf taktilen Lernerfahrungen an naturgetreuen Silikonmodellen, die auf die eigene Brust übertragen werden. Die Unterscheidung zwischen normalem Brustgewebe und neu entstandenen Knoten, kann nicht erklärt, sondern nur erfahren werden. Verbunden mit umfassender, verständlicher Information und einer systematischen Technik der Selbstuntersuchung motiviert diese Erfahrung Frauen zu einer eigenverantwortlichen, aktiven Teilnahme an der Brustkrebsfrüherkennung.


2. Die Früherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen

Sie wird häufig auch als Krebsvorsorge-Untersuchung bezeichnet, obwohl der Name eigentlich falsch ist, denn "Vorsorge treffen" kann man damit nicht. Doch durch Früherkennung lässt sich das Risiko deutlich mindern, an Brustkrebs zu sterben. Ab dem 30. Lebensjahr zahlen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen jeder Frau einmal pro Jahr eine Früherkennungsuntersuchung, bei der der Arzt Brust und Achselhöhle genau untersucht. Wenn sich dabei ein auffälliger Befund zeigt, rät der Arzt in der Regel zu einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) und/oder zu einer Ultraschalluntersuchung.
Ob es sinnvoll ist, eine Mammographieuntersuchung generell in das Früherkennungsprogramm einzubeziehen, darüber sind die Experten uneins. Die große Zahl der Befürworter geht davon aus, dass dadurch das Risiko für Frauen, an Brustkrebs zu sterben, zwischen dem 40. und 49. Lebensjahr um 15 bis 20 Prozent, ab dem 50. Lebensjahr sogar um bis zu 30 Prozent gesenkt werden kann. Die Mammographie macht noch nicht tastbare Veränderungen sichtbar, die in diesem Stadium in der Regel noch keine Metastasen gebildet haben. Die Gegner halten es für zweifelhaft, gesunde Frauen Röntgenstrahlungen auszusetzen, da diese wiederum die Entstehung von Krebs begünstigen können. Zudem weisen ihrer Meinung nach viele Studien methodische Mängel auf.
Zu den Befürwortern der Mammographie im Rahmen der Früherkennung gehört u. a. die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS). Sie vereinigt Ärzte der verschiedenen Fachgebiete (Gynäkologen, Radiologen, Chirurgen etc.), die sich mit Erkrankungen der Brust beschäftigen. So empfiehlt die DGS für Frauen ab 40 jährliche Mammographieuntersuchungen. Bei Frauen zwischen 50 und 69 sollten sie in zweijährigen Abständen durchgeführt werden.


Terminvergabe und allgemeine Informationen

Gabriele Beringer
Tel.: (0 81 51) 18-23 10
Fax: (0 81 51) 18-23 27

Chefarzt
Prof. Dr. med.
Christoph Anthuber

Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums,
Leiter der Geburtshilfe im Perinatalzentrum,
Leiter des interdisziplinären Beckenbodenzentrums

Terminvergabe Mammographiescreening

Radiologie Starnberger See
Tel. (0 81 51) 65 18 40
Fax (0 81 51) 18-28 02

Kurse und Infoveranstaltungen

Die Gesundheitsakademie im Klinikum Starnberg bietet regelmäßige Informationsveranstaltungen und Kurse an, z.B. Sport und Krebs (in Kooperation mit Dr. Herbert Eisenlohr, Sportmediziner, Gastroenterologe).
www.gesundheitsakademie-starnberg.de