Therapieablauf bei der Behandlung von Brustkrebs

Typischer Therapieablauf bei geplanter brusterhaltender Operation

Nach Sicherung der Diagnose „Brustkrebs“ (meist durch Stanz-Gewebeprobe) werden in einem gemeinsamen Gespräch die weiteren Therapieschritte festgelegt. Dabei ist es entscheidend, einerseits höchste onkologische Sicherheit zu erreichen, andererseits die individuellen Wünsche der Patientin so weit wie möglich zu berücksichtigen.

In der Regel wird zunächst mit einer sehr kleinen, kosmetisch günstigen Schnittführung der sog. „Wächter-Lymphknotens“ (Sentinel) aus der Achselhöhle und der Tumorknoten aus der Brust entfernt. Der Wächter-Lymphknoten wird noch während der Operation durch Schnellschnitt innerhalb von 30 Minuten untersucht: sind keine Tumorzellen in dem Lymphknoten zu finden, ist die Operation beendet. Das endgültige feingewebliche (= histologische) Untersuchungsergebnis gibt dann einige Tage nach der Operation Auskunft darüber, ob der Tumor weit genug im gesunden Gewebe entfernt und der Wächter-Lymphknoten definitiv tumorfrei ist. Selten ist eine kleinere Nachoperation zur Erreichung eines weiteren Sicherheitsabstandes in der Brust erforderlich. Erweist sich der Sentinel-Lymphknoten in der endgültigen Histologie wider Erwarten doch als tumorbefallen müssen einige weitere Lymphknoten aus der Achselhöhle entfernt werden. Die Analyse unserer Operationsergebnisse hat gezeigt, dass derzeit bei fast 80 % der Frauen die Brust erhalten werden kann.

In der interdisziplinären Tumorkonferenz (jeden Mittwoch 7:30– 9:30 Uhr) wird dann von den beteiligten Disziplinen gemeinsam über die Frage beraten, ob und welche Behandlung prä- und postoperativ erforderlich ist. Häufig ist dies die Bestrahlung der operierten Brust. Sie verfolgt das Ziel, noch weitere, evtl. in der Brust verbliebene, aber weder sichtbare noch tastbare Tumorzellen abzutöten. Die Bestrahlung kann prinzipiell nach Abschluss der Wundheilung eingeleitet werden. Sie wird täglich ambulant bei einem der Kooperationspartner (z.B. Strahlentherapie Weilheim) durchgeführt (Montag bis Freitag) und dauert je nach berechneter Strahlendosis etwa 6 Wochen. Nähere Informationen hierzu unter www.strahlentherapie-weilheim.de

Neben der lokalen Bestrahlung der Brust sind evtl. antihormonell wirksame Medikamente (z.B. Tamoxifen oder die sog. Aromatasehemmer) oder eine Chemotherapie zur Erreichung einer möglichst vollständigen Heilung erforderlich. Hierüber entscheiden in der Regel der feingewebliche Untersuchungsbefund, der klinische Zustand und die individuellen Wünsche der Patientin.
Entscheidend für die Wahl der postoperativen Behandlung ist auch die Frage, ob zum Zeitpunkt der Operation im Körper (z.B. in Lunge, Leber, Knochen) noch weitere Tumorherde (sog. Fernmetastasen) vorhanden sind. Zum Ausschluss solcher Tumorabsiedelungen werden postoperativ noch während des stationären Aufenthalts in der Regel eine Ultraschalluntersuchung der Leber, ein Röntgenbild der Lunge und eine Skelettszintigraphie durchgeführt.

Terminvergabe und allgemeine Informationen

Gabriele Beringer
Tel.: (0 81 51) 18-23 10
Fax: (0 81 51) 18-23 27

Chefarzt
Prof. Dr. med.
Christoph Anthuber

Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums,
Leiter der Geburtshilfe im Perinatalzentrum,
Leiter des interdisziplinären Beckenbodenzentrums

Terminvergabe Mammographiescreening

Radiologie Starnberger See
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