Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Dann wird die Einstichstelle desinfiziert und mit einer dünnen Nadel eine örtliche Betäubung durchgeführt. Nun kann die eigentliche Untersuchung beginnen, zu deren Beginn ein kurzer Schlauch (Schleuse) in das Blutgefäß gelegt wird, der fortan die Verbindung vom Blutgefäßsystem nach außen offen hält und abdichtet. Über diese Schleuse werden dann die unterschiedlichen Kathetermaterialien eingeführt und zum Herzen geführt. Durch die Katheter kann Kontrastmittel gespritzt werden und Sondierungsdrähte, Ballons oder Stents in bestimmte Herzanteile oder Blutgefäße geführt werden.

Während der Untersuchung wird immer wieder das Blutgefäßsystem des Herzens mit Kontrastmittel und Röntgendurchleuchtung dargestellt.

Am Ende der Untersuchung wird die Schleuse entfernt und die Einstichstelle durch den Arzt für einige Minuten abgedrückt. Daraufhin wird ein Druckverband angebracht und unter Umständen ein Sandsack an der Einstichstelle platziert. In vielen Fällen ist es notwendig, erst das Abklingen der Blutverdünnung abzuwarten, bevor die Schleuse entfernt wird. Außerdem kann ein spezielles Verschlusssystem verwendet werden, um die Einstichstelle abzudichten. Für den Patienten resultiert die Herzkatheteruntersuchung also meist in einer längeren anschließenden Bettruhe (4-6 Stunden). 

Prof. Dr. med. Florian Krötz

Leitender Arzt
Invasive Kardiologie

Ida Thimon

Sekretariat Kardiologie
Tel.: (0 81 51) 18-25 35
Fax: (0 81 51) 18-25 84