Was ist eine Herzkatheteruntersuchung?

In vielen Fällen lässt sich nach Erkennen einer bestimmten Erkrankung des Herzens gleich vor Ort eine Behandlung durchführen. In diesem Fall wird aus der diagnostischen Untersuchung eine Behandlung. Wenn keine Behandlung notwendig oder sinnvoll erscheint, so ist die Herzkatheteruntersuchung nach der diagnostischen Katheterisierung beendet.

Insbesondere wenn beim Linksherzkatheter Engstellen an den Herzkranzadern entdeckt werden, die das Herz selbst mit Blut versorgen (Koronararterien), kann durch Aufdehnung der Engstelle mit einem Ballon und anschließende Implantation einer Gefäßstütze (Stent) eine Reparatur der erkrankten Herzkranzarterie erfolgen. Ziel dieser Behandlung ist es, die ausreichende Durchblutung des Herzmuskels wiederherzustellen. Dies kann häufig eine Bypassoperation ersetzen.

Nach Abschluss der Untersuchung muss der Zugang zum Blutkreislauf, welcher ebenfalls durch ein kleines Plastikschläuchlein (Schleuse) freigehalten wird, wieder entfernt werden. Im Anschluss daran können in vielen Fällen besondere Vorsichtsmaßnahmen wie Bettruhe o. ä notwendig sein, um eine Nachblutung an dieser Einstichstelle zu verhindern.

Eine Herzkatheteruntersuchung ist im Allgemeinen nicht schmerzhaft und kann ohne Narkose durchgeführt werden. Lediglich an der Stelle des Eintritts des Katheters in den Blutkreislauf wird eine kleine örtliche Betäubung erfolgen. Während der Untersuchung kann der Patient ständig Kontakt zum Arzt herstellen und auf seine Bedürfnisse hinweisen.

Im Herzkatheterlabor am Klinikum Starnberg wird großer Wert darauf gelegt, dass die Untersuchung in einer für den Patienten entspannenden Atmosphäre durchgeführt wird.

Prof. Dr. med. Florian Krötz

Leitender Arzt
Invasive Kardiologie

Ida Thimon

Sekretariat Kardiologie
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