Schmerzfrei durch das Krankenhaus - eine Utopie?

Durch Teilnahme an einem bundesweiten Forschungsprojekt optimiert das Klinikum Starnberg die Schmerzbehandlung. „Die Patienten erwarten nach einer Operation Schmerzen und wir Ärzte stellen sicher, dass sie nicht enttäuscht werden".

Diese provokante Aussage des britischen Anästhesisten David Eastwoods über die Schmerzbehandlung in den Krankenhäusern wollten die Ärzte im Klinikum Starnberg keinesfalls akzeptieren. mehr lesen

Informationen für Patienten

Viele Patienten glauben, dass Schmerzen nach einer Operation unvermeidlich sind. Durch eine gute Behandlung gelingt es jedoch meist, die Schmerzstärke auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Hierzu werden am Klinikum Starnberg mehrere Schmerztherapieverfahren angeboten, über die wir sie hier informieren möchten.

Warum Schmerztherapie?
Eine gute Schmerztherapie nach der Operation verbessert nicht nur ihr Befinden, sondern trägt auch zu einer raschen Heilung bei. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich in der Erholungsphase nach ihrer Operation gut bewegen, durchatmen, sich ablenken und entspannen können. Ein schmerzbedingtes Schonverhalten sollte möglichst vermieden werden.

Deshalb bekommen sie eine individuell angepasste Schmerztherapie, die darauf ausgerichtet ist, den Schmerzen schon vorbeugend entgegen zu wirken. Sollten Sie trotzdem noch Schmerzen haben, stehen ihnen zusätzliche Schmerzmittel zur Verfügung.

Dazu benötigen wir Ihre Mitarbeit.

Schmerzverlauf und Beobachtung

Sie werden mehrmals täglich nach ihren Schmerzen befragt. Wir bitten Sie mit Hilfe einer der folgenden Skalen ihre Schmerzstärke in Ruhe und bei Bewegung zu beschreiben und anzugeben, ob diese Schmerzstärke für sie erträglich ist. Versuchen Sie dabei die Stärke Ihrer Schmerzen mit einer Zahl von 0-10 anzugeben. Dabei bedeutet „0“, dass Sie aktuell keine Schmerzen haben, „10“ bedeutet, dass Ihre Schmerzen so stark sind, dass Sie sich keine stärkeren Schmerzen vorstellen können. Darüberhinaus fragen wir sie nach der maximalen Schmerzstärke, die z.B. beim Husten oder bei Bewegung seit der letzten Erhebung aufgetreten ist.
Bitte informieren Sie die zuständigen Pflegekräfte oder Ärzte bei deutlich zunehmender Schmerzintensität oder beim Auftreten einer schmerzbedingten Funktionseinschränkung der Atmung oder ihrer Beweglichkeit.

Patientengesteuerte Schmerzmittel-Pumpe

Einige Patienten erhalten nach der Operation eine patientengesteuerte Schmerzmittelpumpe. Damit können sie sich bei Bedarf eine individuell eingestellte Schmerzmittelmenge durch Drücken einer Taste selbst zuführen. Hierdurch wird eine optimale Anpassung an ihren individuellen Schmerzmittelbedarf ermöglicht.

Eingestellte Sperrzeiten und Dosisgrenzen vermeiden eine Überdosierung.
In seltenen Fällen kann eine zunehmende Müdigkeit oder eine Übelkeit auftreten. Falls sie diese Symptome bemerken oder noch Fragen zum Gebrauch der Pumpe haben, wenden Sie sich bitte an das Pflegepersonal oder die behandlenden Ärzte.

Regionlae Schmerzkathederverfahren und Akutschmerzdienst im Klinikum Starnberg

Bei schmerzhaften Eingriffen wird vor der Operation ein dünner Plastikschlauch (Katheter) angelegt, der eine örtlich-begrenzte Schmerzlinderung ermöglicht. Hierüber wird nach der Operation ein lokal-wirkendes Schmerzmittel kontinuierlich verabreicht.
Gelegentlich können verstärkte Wirkungen, wie z.B. ein Taubheitsgefühl oder eine Muskelschwäche auftreten. In diesem Fall informieren Sie bitte die zuständigen Pflegekräfte oder Ärzte. Durch Veränderung der Pumpeneinstellung können diese unerwünschten Wirkungen korrigiert werden.

Bei Problemen steht ihnen neben den Pflegekräften und Stationsärzten ein ärztlicher Mitarbeiter vom Schmerzdienst zur Verfügung. Patienten mit einer Schmerzmittelpumpe oder einem Katheter-verfahren werden mindestens einmal täglich vom Schmerzdienst besucht.
 

Klinikum Starnberg
Anästhesie und Schmerztherapie

Oßwaldstr.1
82319 Starnberg
Tel: +49 8151 18-0
Fax: +49 8151 18-2222
 
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Leitender Arzt
Dr. Joachim Wiessler

Tel: (0 81 51) 18-23 85
Fax: (0 81 51) 18-22 22

Dr. med. Monika Schredl

Fachärztin für Anästhesiologie

Schwerpunkte

  • Spezielle Schmerztherapie
  • Akupunktur
  • Entspannungsverfahren
  • Psychosomat.Grundversorgung
  • Triggerpunkttherapie

Tel.: (0 81 51) 18-26 01
Fax: (0 81 51) 18-22 35